29. August 2018

Mit Witz und Intelligenz: Ein Knochenjob

Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt starten mit einer deutsch-polnischen Komödie in die neue Spielzeit. Am 14. und 15. September feiert „Ein Knochenjob“ in der Regie von André Nicke Premiere im intimen theater.

Das Stück ist eine landesweite Erstaufführung des deutsch-polnischen Autors Fred Apke, der den Besuchern der Uckermärkischen Bühnen bereits als Regisseur der erfolgreichen Komödie „Die Känguru-Chroniken“ bekannt ist.

„Fred Apke kennt beide Mentalitäten, weil er als Deutscher in Polen wohnt und mit einer Polin verheiratet ist. Dadurch schafft er es, dass in der Story um die ungleichen Geschwister von der ersten Sekunde an Weltansichten aufeinanderprallen“ sagt André Nicke, der wegen des krankheitsbedingten Ausfalls von Frank Voigtmann kurzfristig die Regie übernommen hat, „die Komödie sprüht vor Intelligenz und brillanten Dialogen, die man sich noch lange merken wird.“

Die Geschichte handelt von dem Geschwisterpaar Bogus (Udo Schneider) und Bronka (Iris Kunz), das zusammen in den polnischen Masuren lebt und mit so einigen Problemen zu kämpfen hat. Ihr kleines Haus am See verfällt, außenherum gibt es fast nichts und schon gar keine Jobs. Wer kann, wandert eigentlich in den Westen ab. Aber plötzlich steht da ein schüchterner Deutscher (Ireneusz Rosinski) vor der Tür und behauptet, die Gebeine seiner deutschen Großeltern würden im Garten der beiden liegen. Er bittet darum, sie exhumieren und ins Nachbarland überführen zu dürfen. Sein Vater, der in Deutschland im Sterben liegt, hätte eine Riesensumme Geld geboten, damit sein letzter Wille erfüllt werde. Das wäre die finanzielle Rettung für Bronka und Bogus!

Doch genau das bringt den revanchistisch eingestellten Bogus in eine peinliche Zwickmühle: einerseits weigert er sich, Geschäfte mit Deutschen zu machen, andererseits aber wittert er die Chance seines Lebens. Die kleine Nebensächlichkeit, dass sich seine Schwester auch noch in diesen Deutschen zu verlieben scheint, macht ihn zusätzlich rasend. Doch es kommt noch dicker und die ganze Geschichte läuft immer mehr aus dem Ruder …
„Wenn man sich schon beim ersten Lesen eines Stückes das Lachen nicht verbeißen kann, ist das schon mal ein gutes Zeichen“ sagt Dramaturg Felix Gattinger, „und wenn man sich dann am Ende klar ist, dass man einen neuen Blick auf wesentliche Dinge bekommen hat, dann ist das etwas ganz Besonderes.“

Die Komödie „Ein Knochenjob“ ist ein Projekt im Rahmen des deutsch-polnischen Theaternetzwerkes viaTEATRI. Die Zusammenarbeit wird durch das INTERREG-Programm V A – Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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