Premieren der aktuellen Spielzeit

13 Premieren

Premieren: 7. November 2021, 15:00 Uhr und 23. November 2021, 10:00 Uhr, Großer Saal

Die Bremer Stadtmusikanten / Muzykanci z Bremy

Märchen nach den Gebrüdern Grimm von Jan Kirsten

Regie: Marlis Hirche, Oliver Dassing; Komposition, Musikalische Leitung & Einstudierung: Tom van Hasselt; Bühnen- und Kostümbild: Frauke Bischinger

Der alte Esel schafft das Soll seiner Arbeit nicht mehr und soll ausrangiert werden. Doch da nimmt er lieber sein Schicksal selbst in die Hand und macht sich aus dem Staub. Zusammen mit seinem Freund, der polnischen Maus Piccolino, begibt er sich auf den Weg in ein neues Leben. Schon bald treffen die beiden andere Tiere, die genau wie sie, nicht in diese Welt zu passen scheinen. Da ist der Jagdhund Chester, der aufgrund seiner pazifistischen Lebenseinstellung offensichtlich im falschen Job steckt. Dann treffen die drei auf die Katze Miranda, die sich in tiefer Trauer befindet, weil sie ihr Frauchen verloren hat. Mit dem Hahn Satchmo, der den Hof mit seinem Trompetenspiel zur Weißglut treibt, statt sich um den Nachwuchs zu kümmern, ist die Truppe dann komplett. Sie eint die Liebe zur Musik und so beschließen sie, gen Bremen zu ziehen, um dort als Band ihr Glück zu machen. Von einem Abenteuer tappen sie ins nächste und schnell wird die Gruppe Ausgestoßener unzertrennlich. Gemeinsam kann man alles schaffen.



Premiere: 18. November 2021, 10:30 Uhr, intimes theater

Das Gesetz der Schwerkraft

Jugendstück für Menschen ab 14 Jahren

Regie: Fabian Ranglack; Ausstattung: Frauke Bischinger

Dom hat die Schnauze voll, von den MitschülerInnen, seiner Mutter, von sich selbst. Er will weg aus der Vorstadt, vielleicht in die Stadt, vielleicht in die Welt. Da platzt Fred in sein Leben, auch 14-jährig, neu in der Klasse. Fred hat mal wieder den Wohnort und die Schule gewechselt. „Willst du mit mir befreundet sein?“ Ja! In der Folge erlebt Fred einen kurzen ersten glücklichsten Schultag seines Lebens, Dom seine erste große Liebe mit Amélie. Dann sind sie beide wieder allein. Zaghaft nähern sie sich erneut an, denn beide fürchten die Ablehnung. Eine Ablehnung für das, was sie selbst bald untereinander aussprechen können, aber vor allen anderen nicht. Am Ende des Schuljahres sind sie wirklich befreundet. Der kanadische Autor Olivier Sylvestre thematisiert einfühlsam kritisch Freundschaft und Akzeptanz, ebenso Anderssein, Diversität und Selbstfindung. Eine aufregende Coming-of-Age-Story nicht nur für ein junges Publikum.



Premiere: 27. November 2021, 19:00 Uhr, Kleiner Saal

Das Geheimnis der Vier

Von Tilo Esche und Sandra Zabelt

Regie: Tilo Esche; Musikalische Leitung & Einstudierung: Tom van Hasselt

Am Morgen ihres ersten Arbeitstages in Grosvenors House findet die neue Köchin die Leiche von Tuppence Beresford in der Bibliothek. Sie wurde ganz offensichtlich erstochen. Die übrigen Bewohner der Senioren-WG sind über jeden Verdacht erhaben, handelt es sich bei ihnen doch um Miss Jane Marple, Monsieur Hercule Poirot und Tuppences Ehemann Tommy Beresford. Doch das Haus war fest verschlossen und es ist offenbar niemand eingebrochen. Aber wie ist Tuppence Beresford dann zu Tode gekommen? Wer hat die ehemalige Privatdetektivin getötet und warum? Sir Henry Clithering, von Scotland Yard aus dem Ruhestand zurückgeholt, nimmt die Ermittlungen auf. An diesem mörderischen Theaterabend serviert das Team vom ubcatering ein Drei-Gänge-Menü, das garantiert keine Wünsche offen lässt – auch nicht die eines anspruchsvollen belgischen Privatdetektivs.



Premiere: 16. Dezember 2021, 19:30 Uhr, intimes theater

Theaterlabor 2

Leitung: Tom van Hasselt

Eine Frau, ein Mann und eine geplante Hochzeit. Rollenklischees und Identitätssuche prallen aufeinander. Ist da noch Platz für die große Liebe?



Premieren: 18./19. Februar 2022, 19:30 Uhr, intimes theater

Nacht

Schauspiel von Andrzej Stasiuk; Deutsch von Olaf Kühl

Regie: Jan Jochymski; Ausstattung: Sophie Lenglachner

Ein junger Pole ohne Namen stiehlt Brillanten in Deutschland, wird vom Besitzer des Geschäfts erschossen und kehrt als Leichnam ohne Schmuck und auch ohne Herz in sein Heimatland zurück. Als Toter braucht er das lebensnotwendige Organ nicht mehr. Der deutsche Juwelier jedoch, der den Kleinganoven tötete, ist auf ein Spenderherz angewiesen. Trotzdem er sich weigert, tobt und motzt, wird ihm das polnische Herz eingesetzt, mit unabsehbaren Folgen.
Andrzej Stasiuk gilt als einer der bedeutendsten Autoren von Erzählungen und Romanen in Polen. 2005 erschien mit Nacht eine „slawo-germanisch medizinische Tragikfarce“, die neben den Theater-Uraufführungen in Düsseldorf und Krakau ihren Weg auch als Hörspiel nach Deutschland fand. Zwischen skurrilem Witz und folkloristischer Poesie changierend legt Stasiuk deutsche wie polnische Klischees offen auf den Tisch, steigert sie ins Extreme und findet dennoch zu einer möglichen Versöhnung.



Premiere: 17. März 2022

Planet der Hasen

Mobiles Schauspiel für Menschen ab 8 Jahren

Jetzt spitzt mal eure Löffel, das ist eine große Geschichte von jungen Hasen für junge Hasen. Aber auch die alten Hasen dürfen mitdenken. Wenn ein kleiner Hase zum anderen sagt, in zehn Tagen wird der Planet der Hasen explodieren, weil wir alle zu gierig, zu sorglos, zu egoistisch sind, und der andere lässt es sich gut gehen und sagt, du bist ein Angsthase, mein Name ist Hase, ich weiß von nichts, dann kommen wir nicht weiter. In so einer Situation müssen eigentlich alle flink wie die Hasen sein und mitdenken. Auch wenn es schwer fällt, weil wir alles haben können, was wir haben wollen und auch, was wir sonst noch haben wollen. Denn das, was wirklich läuft, ist nicht nur eine Phase, Hase! Man wird uns das Fell über die Ohren ziehen. Da könnt ihr lange warten, wenn ihr erst mal abwarten wollt, wohin der Hase läuft. Dann ist es nämlich schon zu spät. Dann wird nichts mehr zu retten sein. Wenn jetzt die Hasen nicht mit allen anderen Tieren zusammenarbeiten und erkennen, wo der Hase im Pfeffer liegt, dann wird es wirklich knallen.
Zehn-neun-acht …Das mobile Theaterstück gastiert in Schulen, auf kleinen Theaterbühnen und in anderen Kultureinrichtungen für ein junges Publikum oder Familien.



Premiere: 19. März 2022, intimes theater

Hans im Glück

Familienmusical von Tom van Hasselt für deutsches und polnisches Publikum

Hans erhält als Lohn für sieben Jahre tüchtige Arbeit einen großen Klumpen Gold. Der ist allerdings ganz schön schwer ... Wie gut, dass der Schmied ihm sein Pferd im Tausch gegen den Goldklumpen anbietet. Moment! Das ganze Gold für nur ein Pferd? Das zumindest denkt sich der Schmied, besonders, da er sich auf weitere Tauschgeschäfte mit Hans einlässt. Aus denen geht der Schmied stets reicher hervor als Hans, doch er wird immer unglücklicher, je weniger Hans sich selbst als Verlierer der Geschäfte begreift. Hans hingegen wird mit jedem Handel glücklicher – das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen? Zusammen mit der Oper im Schloss Stettin und dem Theater Vorpommern haben die Uckermärkischen Bühnen Schwedt eine Koproduktion angestrebt. Im Rahmen des Theaternetzwerkes viaTEATRI entsteht die Musicaluraufführung Hans im Glück als Beitrag der ubs, während die anderen beiden Häuser ein jeweils anderes Märchen inszenieren. Alle drei Produktionen werden in jedem der drei Theater zu sehen sein.



Premiere: 21. Mai 2022, 19:30 Uhr, Odertalbühne

The Addams Family

Buch von Marshall Brickman & Rick Elice, Musik und Songtexte von Andrew Lippa, Basierend auf den Figuren erfunden von Charles Addams, Deutsch von Anja Hauptmann

Sie werden so schnell erwachsen! Wednesday Addams, Tochter der düsteren Morticia und des leidenschaftlichen Gomez, hat sich verliebt. In den Normalo Lucas Beineke. Bei einem unverfänglichen Abendessen sollen sich die unterschiedlichen Familien der jungen Liebenden kennenlernen – doch nichts läuft wie geplant ... Eine der berühmtesten Familien hält Einzug auf der Odertalbühne – die Familie Addams. Ihr Mythos wirkt seit über 80 Jahren: Von Cartoonist Charles Addams im Jahre 1938 ersonnen und als Comics im New Yorker publiziert, folgten mehrere Fernsehserien, Gastauftritte im Scooby-Doo franchise, Kinofilme, Videospiele, der meistverkaufte Flipperautomat aller Zeiten und eben ein Broadway-Musical. Mit Lars Franke inszeniert das Stück kein Unbekannter: Bereits 2019 bewies der Regisseur dem Schwedter Publikum mit Shrek – Das Musical sein Gespür für schräge Typen. In diesem Sinn: „Sic gorgiamus allos subjectatos nunc!“ (Wir verspeisen mit Vorliebe diejenigen, die uns zu bezwingen versuchen!)



Premieren: 8./9. Juli 2022, intimes theater

Achtsam morden

nach dem Roman von Karsten Dusse, Bühnenbearbeitung von Bernd Schmidt

Björn Diemel ist Anwalt für Strafrecht und er hat ein Problem: Seine Frau hat ihm ein Achtsamkeitsseminar aufgenötigt. Und während der anfängliche Skeptiker das dort Gelernte in ein achtsames Wochenende mit seiner dreijährigen Tochter investiert, bringt er versehentlich seinen wichtigsten Mandanten um. Was nun? Polizei und Kriminelle setzen Diemel unter Druck: Die einen suchen Dragan wegen eines brutalen Mordes, die anderen warten auf Anweisungen ihres Chefs, um die Waffen-, Drogen- und Prostitutionsgeschäfte am Laufen zu halten. Doch stattdessen geschehen weitere brutale Morde und der Anwalt richtet Dragans Handlangern aus, sie sollen – anstelle des lang geplanten Edelbordells – einen Kindergarten übernehmen … Der herrlich skurrile Spiegel-Bestseller kommt auf die Schwedter Theaterbühne: Drei DarstellerInnen schlüpfen abwechselnd in 18 Rollen und feiern den schwarzen Humor des Achtsamkeitsratgebers im Krimigewand.



Premiere: 11. September 2021, 19:30 Uhr, Großer Saal

Linie 1

Musikalische Revue | Buch und Liedtexte von Volker Ludwig | Musik von Birger Heymann und "No Ticket"

Regie: Reinhard Simon; Musikalische Leitung & Einstudierung: Uli Herrmann-Schroedter

Wir haben genug gewartet. Bereits in der vergangenen Spielzeit wurde auf Hochtouren geprobt, es wurde gehofft, gebangt und letztlich doch verschoben. Jetzt ist es aber soweit, der Vorhang geht auf, die Linie 1 fährt los. Und mit ihr das Mädchen auf der Suche nach dem großen Liebes-Happy-End, nach dem Rockmusiker Johnnie. Aber Moment! Die Adresse des Sängers gibt es nicht – der Traum zerplatzt, oder doch nicht? Für das Mädchen beginnt ein Abenteuer, eine Irrfahrt auf der U-Bahn-Linie 1 im Berlin der 1980er Jahre. Mitten im Großstadtdschungel zwischen Tagträumern, hochnäsigen Großstädtern, Punks, Obdachlosen und Nazi-Witwen findet das Mädchen ehrliche, hilfsbereite Menschen und echte Freundschaft. Und vielleicht ja doch die große Liebe. Seit der Uraufführung 1986 im GRIPS Theater wurde die Musikalische Revue Linie 1 von Volker Ludwig weltweit gespielt und begeisterte bereits mehr als drei Millionen ZuschauerInnen.



Premieren: 17./18. September 2021, 19:30 Uhr

Farm der Tiere

Von George Orwell; Schauspiel in der Theaterfassung von Peter Hall (bearbeitet von Katrin Aissen)

Regie: Sonja Hilberger; Ausstattung: Birgit Schöne

Auf der Herrenfarm leben die Tiere in Unfreiheit und Abhängigkeit. Als sie das erkennen, rebellieren sie gegen ihren Bauern und beschließen, den Hof nun gemeinsam als autarken, freien Hof zu leiten. Man einigt sich auf gemeinsame Werte und Regeln, um miteinander leben zu können: Alle Tiere sind gleich. Doch die anfängliche Euphorie hält nicht lange vor. Die Schweine halten es nach und nach immer weniger für notwendig, die anderen Tiere an Entscheidungen teilhaben zu lassen. Was zu lange unbemerkt bleibt, lässt sich schließlich nicht mehr aufhalten: Der Hof verkommt zusehends zu einer Schreckensdiktatur der Schweine. George Orwell, vor allem bekannt durch seinen pessimistisch-finsteren Roman 1984, zeigt in dieser Parabel hellsichtig gesellschaftliche Strategien auf. An welcher Stelle dieser Geschichte stehen wir? Wie bewusst sind wir uns unserer Werte wie Freiheit, Gleichheit und Solidarität? Dass ihr Erhalt ein ständiger Kampf ist, ruft uns Die Farm der Tiere nachdrücklich vor Augen.



Premiere: 23. September 2021, 19:30 Uhr, intimes theater

Theaterlabor

Regie: Tilo Esche

Mit dem Theaterlabor gehen wir auf eine Reise. Wir schaffen uns und Ihnen Raum und Zeit, um in einer immer hektischeren und komplexeren Welt innezuhalten und das Aktuell-so-Sein zu hinterfragen: künstlerisch, philosophisch, verspielt, unterhaltsam. Wir kennen an ihrem Anfang nicht das Ziel dieser Reise; wir kennen nicht die Antworten auf unsere Fragen. Wir suchen nach künstlerischen Wegen, das Unsagbare sagen zu können, das Ungreifbare zu begreifen. Wir geben uns und Ihnen die Möglichkeit, abseits der ausgetretenen Pfade Antworten zu finden, Visionen zu entwickeln und für diese eine ästhetische Übersetzung zu entdecken. Glauben Sie in einer Zeit der Dystopien an die Möglichkeit von Utopien und forschen Sie mit uns nach dem besseren Leben!



Premiere: 15. Oktober 2021, 19:30 Uhr, Kleiner Saal

Reife Damen

Musical von Florian Stanek und Sebastian Brand

Regie: Lars Franke; Musikalische Leitung & Einstudierung: Tom van Hasselt; Ausstattung: Frauke Bischinger

Statt auf einer Kreuzfahrt mit ihrem Mann findet sich die pensionierte Ärztin Anna auf dessen Beerdigung und einem Schuldenberg wieder. Mit ihren Freundinnen Gerda und Waltraud sucht sie nach einem Ausweg aus der bedrohlichen Lage. Ein verirrter, lüsterner Anrufer bringt die drei auf die Idee, als „Reife Damen“ eine Sex-Hotline anzubieten. Als sie ein Internetvideo über Nacht zu Stars macht, stehen Anna, Waltraud und Gerda plötzlich auf der Sonnenseite des Lebens. Erst als ein TV-Sender sie zu ihrer eigenen Show einlädt, gefährden unterschiedliche Vorstellungen von Erfolg ihre Freundschaft und stellen die drei auf eine harte Probe.
In dieser Musical-Komödie des vielfach prämierten Duos Stanek&Brand entfachen drei ausdrucksstarke Damen und eine spielfreudige Band die großen Gefühle des Boulevards. Genießen Sie In dieser Uraufführung am ubs die schillernde Welt der Musical-Musik und den Lebensmut der drei „Reifen Damen“.