Schauspiel/Komödie

Einzug ins Schloss

Schwedter Geschichte(n)
An den HO Kreisdirektor
Was denkt sich denn eigentlich unsere Handelsorganisation in Schwedt? Wie lange soll denn die "anheimelnde" Atmosphäre im "Monplaisir" noch bleiben? Wie uns gesagt wurde, wurde schon jahrelang, und auch wohl sehr herzhaft, von den verantwortlichen HO-Kollegen gefordert, daß sie endlich diesen "Laden" in Ordnung bringen. Doch immer noch fällt der Putz in die Suppe, ist das Inventar von "anno dazumal" und das gesamte Bild der Gaststätte ist also renovierungsbedürftig.
Die Bedienung ist in Ordnung. Aber damit können wir uns nicht zufriedengeben. Haben wir nicht ein Recht, von den zuständigen Handelsleuten zu verlangen, daß sie sich um die höchste Gaststättenkultur bemühen? Wir möchten nicht immer erst in die Stadt gehen. Wir möchten, daß man sich auch im "Monplaisir" im sauberen Anzug an weißen oder freundlich gedeckten Tischen usw. wohl fühlt. Oder ist der Umsatzplan dort zu gering erfüllt? Dies glauben wir nicht. Schafft dort endlich Ordnung und der Umsatzplan erhöht sich um ein Vielfaches!


Junger Erbauer Nr. 2 / 3. Jahrgang, 18. Januar 1963

Es war einmal ein altes marodes Jagdschloß inmitten friedlicher Kiefernwälder ...
Priskoleit eröffnete nach dem Krieg in diesem ehemaligen Jagdschloß direkt hinter der neuen polnischen Grenze eine kleine Wirtschaft. Jetzt erwartet er neue Gäste: Ein Chemiewerk soll gebaut werden, hier, mitten im Wald - große Veränderungen stehen also ins Haus. Er interessiert sich für diese Veränderungen und für das neue Werk. Und so begrüßt er zusammen mit seiner hübschen Tochter und dem mürrischen Kellner Emil den Bauleiter Göppler, den Zimmermann Matecka und den Chemieingenieur Liersch mit geschäftstüchtiger Verbindlichkeit und erwartungsvoller Neugier, als dieses Vorauskommando bei ihm Quartier nimmt ...

Man schreibt das Jahr 1959 und dem Vorauskommando folgen viele junge Menschen. Sie kommen in die kleine Stadt - mit Hoffnungen, Visionen, Illusionen; mit Tatkraft und Idealen. Was wird aus diesen Menschen, ihren Idealen in einer Goldgräberstadt, einer Barackenstadt, einem sich erst langsam entwickelnden neuen Land ... und wohin entwickelte es sich, dieses kleine Land mit den großen Ansprüchen?

Und lebten sie also, die da dem Ruf nach jungen Arbeitskräften gefolgt waren, nachdem das Werk errichtet, die Stadt aufgebaut war, glücklich ... bis an ihr Ende?

Regie: Gösta Knothe
Ausstattung: Volker Walther
Musikalische Leitung: Andreas van den Brandt
Choreographie: Winfried Schneider

Premiere: 15. Februar 2003, Großer Saal

Abgespielt.