Schauspiel/Komödie

Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern

von Peter Hacks nach Johann Wolfgang von Goethe
Man nehme Goethes Jahrmarktsfest, den sprichwörtlichen Sarkasmus von Peter Hacks und nicht zu wenig deftigen Humor, lasse diese Zutaten von Meister Hacks selbst mischen und hat eine himmelschreiende Komödie mit einer rasanten Abfolge in der drei Schauspieler in nicht weniger als achtzehn Rollen ein Feuerwerk an Komik abbrennen. In Plundersweilern ist Jahrmarkt und eine fahrende Schauspieltruppe gastiert unter freiem Himmel. Das Publikum erwartet mit Ungeduld den Beginn der Aufführung. Bis es soweit ist, treten allerlei bunte Vögel und ulkige Typen auf. Gaukler und Bänkelsänger bringen derbe Zoten unters Volk und machen Stimmung auf dem Jahrmarktsfest in Plundersweilern. Zwei betrunkene Strolche fordern grölend den Beginn der Theatervorstellung und der genervte Theaterprinzipal wird nicht müde, die hohe Kunst seiner Schauspieltruppe unentwegt in Plundersweilern anzupreisen. Ein sich ungeheuer wichtig nehmender Gendarm ist um die allgemeine Moral besorgt und lässt schließlich doch den Theatervorhang hochgehen. Gegeben wird die hochdramatische Tragödie der persischen Königin Esther. In drei Akten, die immer wieder vom Publikum unterbrochen werden, geht es um Liebe, List und Tod am persischen Königshof. Eine Katastrophe jagt die andere und ein Inferno biblischen Ausmaßes kündigt sich an - doch da greift Esther, die schöne Königin, ein und schlichtet mit List und Sex, den allgemein bekannten Waffen der Frau, den Konflikt.

Ob es zu einem Happy-End kommt scheint fraglich...

Regie: Joachim Siebenschuh
Bühnenbild und Kostüme: Volker Walther
Musikalische Leitung: Stephanie Mörke

Premiere: 2. Februar 2007, Kleiner Saal

Abgespielt.