Schauspiel

Ein Herz und eine Seele: Silvesterpunsch

von Wolfgang Menge, Teil I „Silvesterpunsch“
Silvesterabend 1973. Ganz normale Reihenhaussiedlung in Wattenscheid. Im Wohnzimmer der Familie Tetzlaff herrscht Aufregung. „Das war das beschissenste Jahr seit 1949!“ – Was war denn 1949? „Da hab ich geheiratet“. So kennen wir ihn: Alfred Tetzlaff, die aus der Fernsehserie der ARD bekannte Berliner Großschnauze mit dem Spitznamen „Ekel Alfred“. Der reaktionäre Spießer, Chauvinist und Bildzeitungslesefachmann (und auf gar keinen Fall frauenfeindlich) kehrt in die Theaterklause ein, samt der ganzen Familie: Ehefrau Else, Tochter Rita und Schwiegersohn Michael. Vorprogrammierter Ärger liegt bereits in der stickigen Wohnzimmerluft, vor allem wenn der Silvesterpunsch zu gut schmeckt und noch besser dröhnt, die Neujahrsansprache des Kanzlers nervt und die kleinbürgerlich-konservative Einstellung der alten mit den idealistischen Ansätzen der jungen Generation aufeinanderprallen. Das kann ja lustig werden! Da müssen Sie schon ganz schön aufpassen, dass Ekel Alfred Ihnen nicht aus Versehen das letzte Fläschchen Rum über die Omme zieht! Und dabei ist „Silvesterpunsch“ erst der erste Teil unserer Theaterserie. Lassen Sie sich überraschen, wie wir im Februar mit „Der Sittenstrolch“ und im April mit „Besuch aus der Ostzone“ noch einen oder zwei draufsetzen.

Spielleitung: Thomas Schumann
Ausstattung: Anke Fischer

Premiere: 4. Dezember 2015, Theaterklause

Abgespielt.