von U&L (9. Dezember 2019 20:11 Uhr)An dieser Stelle mal ein dickes Lob an die Menschen hinter den Kulissen von Die Schöne und das Biest für Bühnenbild, Maske usw.
kommentieren
von Frank Türke (9. Dezember 2019 10:24 Uhr)Am 7.12. war ich in der Vorstellung Die Schöne und das Biest. Es hat mir sehr sehr gut gefallen. Es war ein großes Vergnügen.
Vielen Dank.
kommentieren
von Helene (3. Dezember 2019 20:14 Uhr)Michael Kuczynski erzählt (s)eine Geschichte des erfolgreichen Scheiterns
-ein aufrüttelndes Theaterstück für die 12. Klasse

Am 15.11.2019 gab es am Einstein-Gymnasium Angermünde eine Deutschstunde der besonderen Art. Michael Kuczynski von den Uckermärkischen Bühnen Schwedt trat mit dem mobilen Theaterstück „Kurze Geschichte meines erfolgreichen Scheiterns“ im Musikraum unserer Schule auf. Der Text stammt von Fred Apke, der gleichzeitig auch Regie geführt hat.

Das eindringliche und aufwühlende Stück gibt die Geschichte eines Jugendlichen deutscher und polnischer Herkunft wieder, der nach unglücklicher Kindheit die Chance sieht, in der Musik Fuß zu fassen und erfolgreich zu werden.
Aber von vorn:

Das Stück setzt ein, als Zdzisław Krautmann, die Hauptfigur, sich bereits in einer psychiatrischen Klinik befindet. Mit fast beängstigender Nähe zum Publikum, beginnt er, uns seine Geschichte zu erzählen.
Seine Mutter ist Polin und sein Vater Deutscher. Schon von klein auf spürt er, dass er seinen Eltern immer als Last erscheint und seine Kindheit alles andere als konfliktfrei verlaufen ist. Für alle war er immer der „Polacken Bengel“. Seine Eltern streiten sich häufig und trennen sich frühzeitig. Ein anfangs unscheinbarer Clown taucht als Motiv in seiner Lebensgeschichte immer wieder auf. Dieser wirkt zunächst belustigend und fröhlich, verwandelt sich aber später in ein Zeichen besonderer Bedrohung.
Nach der Trennung seiner Eltern blieb Zdzisław bei seiner Mutter, die in Deutschland als Polin nur schlecht bezahlte Jobs erhält und die meiste Zeit als Reinigungskraft arbeitet. Ein Wellensittich soll ihrer Einsamkeit entgegenwirken. In diesem tristen Dasein war der Gesang seiner Mutter das, was Zdzisław dazu bewegte, selbst Musik zu machen. Musik war das Einzige, woran er Halt gefunden hat.

Schließlich trifft er Selma, ein junges Mädchen, das auf der Straße Musik machte und Zdzisław mit ihrem Gesang verzaubert. Die beiden lernen sich näher kennen und lieben. Gemeinsam machen sie Musik und sollen sogar unter Vertrag genommen werden. Doch dieses Glück hält nicht lang an. Als der Musikproduzent Xenon etwas „Poppiges“ verlangt, entscheidet sich Selma gegen den Ruhm und den Erfolg. Im Gegensatz zu Zdzisław, er bejaht die Zusammenarbeit und den damit verbundenen Profit. Jedoch lernt er bald auch die Schattenseiten dieses Business kennen. Er beginnt Drogen zu nehmen, sogar vor seinen Konzerten und ist schließlich ist nicht mehr er selbst. Der Höhepunkt ist die große Musikshow, auf die er monatelang hingearbeitet hat. Vor Showbeginn, kommt es allerdings zu einem Zwischenfall mit dem Produzenten Xenon. Zdzisław hat das ständige Sich-Unterordnen satt. Als Xenon sich als Zirkusdirektor und Zdzisław ihn als seinen Clown betitelt, schießen Zdzisław verzerrte Kindheitserinnerungen in den Kopf: der seltsame Clown über seinem Bett und der im Käfig verschlossene Wellensittich seiner Mutter. Als er auf die Bühne gerufen wird, tanzt er eigenartig und angsteinflößend um den Produzenten und ruft, dass er sich ihm, als seinen „Clown“ unterwerfen wolle. Damit zerstört er direkt auf der Bühne all das, was Xenon mit ihm vorhatte, und somit auch seinen angestrebten Erfolg. Zerstört und zerrissen zwischen sich und ihm immer fremder werdenden Lebensentwürfen bricht alles über ihm zusammen und lässt ihn in einer psychiatrische Klinik landen.

Die Vorstellung Michael Kuczynskis ist sehr gelungen und macht betroffen, erschüttert und traurig zugleich - besonders deshalb, weil die Geschichte nicht fiktiv ist, sondern zumindest ansatzweise dem Leben des überzeugenden Darstellers entstammt. Mit einfachen Mitteln und ohne weitere Kulisse zog der Schauspieler und Musiker das Publikum in seinen Bann. Mit Gesangseinlagen, die er mit einem Keyboard begleitete, berührte er jeden von uns. Wenn er uns scheinbar in seine Geschichte einbezog, einzelne von uns in die Augen sah und vermeintlich uns nach unserer Meinung befragte, war die Spannung am größten und führte uns vor Augen, wie schnell solch ein Absturz jeden von uns betreffen kann. Auf Dauer kann und darf es nicht gelingen, etwas ohne Überzeugung zu tun, nur des Geldes und der Karriere wegen….

Das Theaterstück thematisiert aktuelle Fragen – Chancen von Migranten, Zukunftsorientierung junger Menschen, Gefahr, Lösungen im Rauschgift zu suchen ….

Die Art der Darstellung ist glaubwürdig und schonungslos. Sie berührt und rüttelt auf, erschüttert und rührt zu Tränen. Das Stück ist von Anfang an spannungsgeladen und dynamisch, die Sprache jugendgemäß und deutlich, daher unbedingt sehenswert.
kommentieren
von Hanna R. (2. Dezember 2019 13:21 Uhr)„Ich bin ein deutsch-polnisches Zebra“
Kurze Geschichte meines erfolgreichen Scheiterns

15.11.2019, Freitag. Im Musikraum stehen alle Stühle im Kreis. Was uns erwartet? - der Schauspieler Michael Kuczynski erzählt uns, als Therapiegruppe, die Geschichte, die in Zusammenarbeit mit Fred Apke entstand. Herausgekommen ist dabei ein, an Schüler adressiertes, Klassenzimmertheaterstück namens „Kurze Geschichte meines erfolgreichen Scheiterns“.
Der junge Deutsch-Pole Zdislaw Krautmann, hat offensichtlich Wurzeln aus zwei verschiedenen Ländern, fühlt sich jedoch weder in dem einen oder anderen Land heimisch. Nach seiner vorurteilsgeprägten Kindheit, in der sein deutscher Vater die Familie verließ und auch seine Mutter immer melancholischer wurde, entdeckt er ein Heilmittel als Weg aus seinem Elend, die Musik.
Neben dem Musizieren verliebt er sich auch in das Gitarre spielende Mädchen Selma.
Beide nähern sich an und werden sogar zusammen unter Vertrag genommen. Sein Leben scheint sich gewendet zu haben, doch dieser Schein trügt:
Zdislaw Krautmann nimmt alles in Kauf, um nicht wieder zurück zur Mutter zu ziehen und lässt sich, im Gegensatz zu Selma, auf die Geldgier und Oberflächlichkeit des Musikgeschäfts ein. Schlussendlich zerbricht er an dem Ideal, was aus ihm gemacht werden soll, nimmt Drogen und landet in der Psychiatrie.

In dem Theaterstück kam Michael Kuczynski schauspielerisches Talent besonders zum Vorschein. Ganz allein vertraute er uns seine Lebensgeschichte an. Dadurch, dass er die Menge direkt ansprach, gelang es ihm, dass sich jeder in das Geschehen und seine Gefühle hineinversetzen konnte. Lediglich mit einem kleinen elektrischen Klavier und seinem Gesang zog er die Aufmerksamkeit auf sich. Auch seine ernsten Worte und humorvollen Erläuterungen konnten den Kern der Geschichte zum Ausdruck bringen: Er appelliert daran, dass jeder seinen eigenen Weg gehen sollte, ohne sich vollständig beeinflussen oder gar verändern zu lassen.
Meiner Meinung nach ist es ein wichtiges Thema, dass in dem Stück angesprochen wird. Durch die spannende Erzählform und humorvollen Redewendungen kann man der Geschichte gut folgen und sich in die Rolle des Zdislaws hineinversetzen.
Des Weiteren lässt sich sagen, dass durch die Authentizität des Schauspielers und der einfachen Umsetzung der Inszenierung, das Stück auf das Hauptaugenmerk konzentriert und verständlich ist.

Besonders mitreißend ist die Szene, in der Zdislaw Selma kennenlernt.
Dies stellt zwar den positiven Wendepunkt in seinem Leben dar, jedoch warten noch weitere Überraschungen auf ihn. Durch eine unerwartende Wendung gerät er schlussendlich in eine Situation, die ihn in der Psychiatrie landen lässt.
Aus dieser teilt er uns seine Erlebnisse mit und lässt uns Part der Geschichte sein.
Das ist ein interessantes Mittel, das auf den Zuschauer Vertrautheit ausstrahlt.
Auch, wenn die Geschichte von Zdislaw Krautmann ein sehr extremes Beispiel ist, sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass jeder das tun sollte, was ihn glücklich macht.
Meiner Meinung nach ist das Stück nicht nur Schulklassen, sondern jedem zu empfehlen, der sich für ernste Geschichten interessiert, die mit wenig Bühnenbild, aber dafür mit einer humorvollen Erzählweise und einer authentischen schauspielerischen Kunst punkten. In diesem Sinne: „Findet euren Weg, macht´s gut und bleibt gesund!“
kommentieren
von U&L (1. Dezember 2019 19:58 Uhr)Wieder mal das Letzte ... wir wurden wunderbar unterhalten mit tiefgründigen Dialogen vom Alten Fritz mit seinem Müller. Gerne nächstes Jahr wieder!
kommentieren
von Julian (30. November 2019 10:21 Uhr)Am Freitag dem 15.11.2019 war es wieder einmal so weit. Es gab ein „Theater im Klassenzimmer“. Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt kamen an das Einstein Gymnasium Angermünde und führten in der 12. Klassenstufe ein Theaterstück auf.
Dieses Theaterstück nannte sich „Kurze Geschichte meines erfolgreichen Scheiterns“ und wurde im Rahmen des Deutschunterrichtes präsentiert. Das fünfundvierzigminütige Theaterstück handelt von der ersten Liebe eines jungen Mannes, der sich besonders von Musik begeistern lässt und dadurch positive und negative Lebenserfahrungen sammelt. Inhaltlich setzt sich diese Aufführung aus erdachten und wahren Begebenheiten zusammen und wurde von Fred Apke verfasst. Das besondere dieser Aufführung ist die Schauspielerbesetzung. Michael Kuczynski ist der einzige Darsteller des Werkes. Seine Lebenserfahrungen fließen teilweise in den Inhalt mit ein.
Zdzislaw Krautmann ist die Hauptfigur des Theaterstückes, seine Lebensgeschichte mit vielen Höhen und Tiefen werden im Theaterstück dargestellt. Seine Mutter ist gebürtige Polin und hat dort als Opernsängerin und später als Musiklehrerin gearbeitet. Sie kommt nach Deutschland als sie Zdzislaws Vater kennen lernte. Da dieser ein Deutscher ist, wächst Zdzislaw zweisprachig auf. Durch die spätere Trennung der Eltern ist seine Kindheit nicht die glücklichste. Mehr Glück hat er bei der Musik. Sein Talent für das Singen und Klavierspielen ist groß. Außerdem komponiert er eigene Lieder. Auf Grund seiner Liebe zur Musik begegnet er Selma, die seine erste große Liebe ist. Mit ihr durchlebt er eine glückliche und musikalische Zeit. Da beide die Musik lieben, arbeiten sie mit einem Musikproduzenten namens Xenon zusammen. Sie komponieren eigene Lieder. Irgendwann jedoch ist Xenon Geschichte und die beiden müssen mit Mr. X zusammen arbeiten. Dieser will von nun an über deren Musik bestimmen, er will die beiden professionell vermarkten. Dies passt Selma gar nicht, sie steigt aus der ganzen Sache aus und verlässt Zdzislaw, da dieser mit Mr. X weiter arbeiten möchte. Zdzislaw wird nun zum großen Star und lebt dieses Leben mit allem was dazu gehört auch aus. So gehören beispielsweise Drogen zum Alltag. Nach einem Auftritt wird es ihm zu viel. Er schließt mit Mr. X ab, indem er ihn auf der Bühne bloßstellt. Zdzislaw will sein altes Leben zurück haben und beschließt, Selma wieder für sich zu gewinnen.
Der Zuhörer wird durch bestimmte Phasen im Leben von Zdzislaw geleitet. Anfangs wird seine allgemeine Lebenssituation als Kind und Jugendlicher beschrieben. Es geht um seine nicht sehr erinnerungswürdige Kindheit, die er besonders mit Musik aufwertet. In einer zweiten Phase wird ein sehr glücklicher Lebensabschnitt von Zdzislaw beschrieben. Es dreht sich alles um seine große Liebe und die Musik, die sein Leben prägt. Und schließlich gibt es eine letzte Phase, in der sein Leben immer mehr zerfällt und er am Ende sehr unzufrieden mit sich selbst ist. Er findet dennoch wieder zu sich zurück und will sein Leben wieder in Ordnung bringen.
Im Besonderen wird der Verlust von sozialen Kontakten thematisiert, sofern man seinen finanziellen Zielen mehr Beachtung als allem anderen schenkt. Des Weiteren wird gezeigt, wie man sich seinem Lebensstil durch falsche Entscheidungen immer mehr entfremdet. Doch abschließend zeigt sich ein Licht am Ende des Tunnels, wodurch man zu seinen ursprünglichen Lebenswünschen- und zielen zurück findet und wieder auf festem Boden steht.
Der Austragungsort des Theaterstücks war ein Musikraum im Schulgebäude. Die Stühle in diesem Raum waren für das Publikum in einer Kreisform aufgestellt. Gleichzeitig war dieser Stuhlkreis aber auch die Bühne des Schauspielers. Er bewegte sich innerhalb dieses Kreises, wodurch der Zuschauer das Gefühl entwickeln konnte, mitten im Geschehen integriert zu sein.
Beim Präsentieren des Theaters brachte der Schauspieler durch Mimik und Gestik viele Emotionen rüber. Auch seine Stimme setzte er sehr vielfältig ein. So imitierte er beispielsweise mit einer hohen Stimme das Mädchen Selma. Neben den typischen verbalen und nonverbalen Aussagen des Darstellers spielte er auch zeitweilig auf dem Keyboard und rundete musikalische Phasen mit Gesang ab. Dadurch war das Stück trotz der wenigen Requisiten und des alleinigen Schauspielers sehr vielfältig. Da der Abstand vom Schauspieler zum Publikum sehr gering war, gab es auch gelegentlich Interaktionen zwischen beiden Parteien. Immer wieder baute der Schauspieler mit Personen aus dem Publikum Blickkontakt auf, um bestimmten Aussagen mehr Nachdruck zu verleihen. Auch stellte er immer wieder rhetorische Fragen, auf die das Publikum teilweise sogar antwortete. Außerdem wurde das Stück so auch von Witz geprägt. All diese Aspekte lockerten die Stimmung besonders auf.
Viele Teilnehmer des Theaterstückes hatten diese Interaktion mit dem Schauspieler und diese Nähe zum Erlebten vor der Veranstaltung nicht erwartet. Insofern waren viele Zuschauer während der Vorstellung sehr überrascht, was für eine besondere Spannung diese Anordnung und der Umgang mit dem Publikum hervorbrachte.
Meiner Meinung nach war dies eine gelungene Theatervorstellung, weil es in einer ganz anderen Art und Weise durchgeführt wurde, als bei sonstigen Theatervorstellungen. Normalerweise geht man in das Theatergebäude. Außerdem ist man als Zuschauer klar von der Bühne des Geschehens getrennt. Es findet keine Interaktion mit dem Publikum statt. Bei dem „Theater im Klassensimmer“ ist dies anders. Das Theater kommt direkt zum Publikum. Alles ist viel direkter und interaktiver. Auch das Thema, das hier angesprochen wurde, ist sehr passend gewählt worden. Denn wir Schüler sind gerade in einer Phase, in der man sich entscheiden wird, wie man seinen weiteren Lebensweg nach der Schule gestalten möchte. So wurde uns mit diesem Stück im Besonderen vermittelt, dass man sich in der zukünftigen Arbeitswelt für eine Tätigkeit entscheiden sollte, die einen persönlich anspricht.
Bei dem „Theater im Klassenzimmer“ ist es üblich, am Ende der Vorstellung Fragen zu stellen, die dann direkt vom Schauspieler beantwortet werden. Es gibt also die Chance, dass am Ende der Veranstaltung keine entstandenen Unklarheiten offen bleiben. So lief es dann auch bei uns ab. Dabei fragte das Publikum vermehrt nach Symbolen, welche im Theaterstück auftauchten. Einer dieser Symbole war ein Clown. Dieser wurde im Laufe der Vorstellung immer wieder thematisiert, in dem er Brücken zu früheren Ereignissen schuf. Genau dieser Clown war ein großer Bestandteil der Fragerunde, da er das Publikum besonders polarisierte. Aber auch Fragen, die mit der Spontanität des Schauspielers zu tun hatten, standen im Vordergrund.
Durch diese abschließende Fragerunde wurde der wichtigste Inhalt des Theaterstückes nochmals zusammengefasst. Danach wurde die Veranstaltung beendet, in dem sich der Schauspieler Michael Kuczysnki sinngemäß mit den Worten „Träumt nicht euer Leben, sondern lebt eure Träume“ verabschiedete.
kommentieren
von Pia (27. November 2019 21:09 Uhr)Die erste Liebe, Erfolg, Familienprobleme, Verzweiflung bilden die zentralen Motive des neuen Jugendstücks „Kurze Geschichte meines erfolgreichen Scheiterns“ von Fred Apke.
Am 15.11.2019 hieß es mal wieder „Theater im Klassenzimmer“. Kurzfristig ist es uns gelungen, die Uckermärkischen Bühnen Schwedt zu uns ins Einstein-Gymnasium Angermünde und direkt in unseren Deutschunterricht zu holen.

Das Stück handelt von einem jugendlichen Helden, Zdislaw Krautmann, dessen glückliche Kindheit von Anfang an misslingt. Er wächst getrennt vom deutschen Vater bei seiner polnischen Mutter auf. Doch fühlt er sich nirgendswo heimisch. „Ich bin ein deutsch-polnisches Zebra“, so beschreibt er sich. Erst vor kurzem bricht er die Schule ab und findet bei niemandem Halt. „Keiner hatte Bock auf mich.“ Schließlich entdeckt er die Musik für sich, die ihm eine neue Welt eröffnet. Und dann lernt er auch noch ein Mädchen kennen, Selma heißt sie, seine erste große Liebe. Gemeinsam leben sie ihre Leidenschaft, die Musik. Als beide die Chance haben, mit ihrem Talent groß rauszukommen, entscheidet sich Selma gegen den Erfolg und das Geld. Zdislaw aber geht das Angebot ein. Schon bald hält er dem Druck nicht mehr Stand und zerbricht an seinem Ruhm. Am Ende landet er in „der Klapse“ und teilt seine Geschichte mit der Therapiegruppe.

Die Atmosphäre vor Beginn des Stücks wirkt sehr erwartungsvoll, da es nicht wie gewohnt in einem normalen Theater spielt. Alle sind gespannt auf das, was noch geschieht. Die Andersartigkeit dieses Schauplatzes trägt zur Wirkung des Stücks bei und erhöht gleichzeitig die Spannung. Während der Vorstellung verfolgen alle aufmerksam das Schauspiel. Es gibt einige Momente zum Lachen, in denen man vielleicht auch sich selbst wiedererkennt. Doch zum Großteil ist das Stück emotional und bewegend. Zdislaw erzählt seine Geschichte auf eine Art und Weise, die uns fesselt. Man kann sich mit ihm identifizieren und versteht seine Gefühle in dieser verzwickten Situation, in der er sich befindet. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, der Figur des Schauspiels physisch und psychisch so nahe zu sein. Wir sind praktisch mit im Geschehen.
Michael Kuczynski als Darsteller vollbringt eine wirklich beeindruckende Leistung, da er sich in einen Jugendlichen hineinversetzen muss, der kein einfaches Leben führt. Zudem bin ich mir sicher, dass es nicht leichtfällt, in einem Kreis von Schülern ein Stück zu spielen. Michael Kuczynski überzeugt mit einer starken Betonung und verleiht seinem Text so noch einmal besonderen Nachdruck. Auch durch die unterschiedliche Gestik und Mimik wirkt sein Spiel sehr authentisch. Sogar die heutige Jugendsprache beherrscht Michael Kuczynski als Zdislaw. Zusätzlich durch sein jugendliches Aussehen mit der lockeren Stoffhose, einem T-Shirt, den Sneakers und der bunten Bomberjacke vergisst man glatt, dass dies ein erwachsener Mann ist.
Michael Kuczynski übernimmt allerdings nicht nur die Rolle des Zdislaws. Mit unterschiedlichen Stimmen imitiert er auch seine Mutter, Selma und weitere Figuren der Handlung. Wir nehmen die Rolle der Therapiemitglieder ein. Es handelt sich also nicht um einen einzigen Monolog, der abgehalten wird, sondern wir Zuschauer sind eine Art Ansprechpartner.
Den Umständen entsprechend gibt es wenige Gestaltungsmittel, wie Lichteffekte oder wechselnde Bühnenbilder, so muss besonders Michael Kuczynski mit seinem Schauspieltalent das Publikum überzeugen. Dabei sind fast alle Requisiten der Vorstellung des Zuschauers überlassen, mit Ausnahme eines Gestaltungsmittels, das er verwendet, ein Keyboard. Es dient zur musikalischen Begleitung des Schauspiels und unterstützt die Handlung mit passenden Tönen. Der Gesang von Michael Kuczynski macht die musikalische Begleitung rund.

Insgesamt erzählt das Stück eine unglaublich emotionale Geschichte, die in weiten Teilen identisch mit dem Leben des Autors und Regisseurs Fred Apke sowie des Darstellers Michael Kuczynski ist, wie wir im Nachhinein erfuhren.
Ich denke, dass beide Künstler insbesondere Jugendliche ansprechen wollen, die durch Selbstzweifel ihre Träume nicht verwirklichen. Dabei ist es so wichtig, sich nicht von anderen aufhalten zu lassen. Man darf sich bloß nicht selber vergessen und die Menschen, die einem wichtig sind.
In einem Satz konnten wir dem jungen Helden alle zustimmen „Der Mensch ist irre kompliziert.“ Jeder denkt, fühlt und verhält sich in bestimmten Situationen anders und genau das macht jeden Einzelnen von uns auch so besonders.
Insgesamt bin ich sehr erstaunt, dass man eine derartig emotionale Geschichte so wunderbar in einem Klassenzimmer inszenieren kann. Somit möchte ich auch anderen Schulen dieses Stück ans Herz legen und weiterempfehlen, denn der Inhalt spricht meiner Meinung nach das sehr wichtige Thema der Identitätsfindung an, das gerade Jugendliche betrifft.
Nach der gelungenen Vorstellung gibt es viel zu erzählen und einige Fragen an den Schauspieler Michael Kuczynski, die von diesem im Anschluss persönlich beantwortet werden.
So nah kommt man einem Schauspieler im Theater natürlich nicht und das macht eine Klassenzimmeraufführung immer zu einem ganz besonderem Theatererlebnis.
Liebe UBS – Bitte weiter solche Stücke!
kommentieren
von Saskia (27. November 2019 19:01 Uhr)„Es ist verdammt schwer, bestimmte Reaktionen zu erklären.“ Ein Satz, der in Erinnerung bleibt. Ein Satz, über den man noch lange nachdenkt. Und ein Satz, der in so vielen Lebenslagen passend erscheint. Dieser Satz gehört zu dem Theaterstück „Kurze Geschichte meines erfolgreichen Scheiterns“. Der Text stammt von Fred Apke. Es handelt sich um ein Klassenzimmerstück, das ein einzelner Schauspieler in deutschen und polnischen Schulen nahe Schwedt/Oder aufführt. Am Freitag, den 15.11.2019 kam mein Tutorium des Einstein–Gymnasiums Angermünde in den Genuss, dieses Stück zu erleben. Die Hauptperson des Stückes wurde durch den deutsch-polnischen Theaterschauspieler Michael Kuczynski verkörpert. In einer Unterrichtsstunde erzählte er uns die kurze Geschichte von Zdzisław Krautmanns erfolgreichem Scheitern. Als dieser geboren wird, befinden sich seine polnische Mutter und sein deutscher Vater gerade kurz vor der Trennung. Auch ein Baby kann die Probleme nicht lösen. So lernt er keine familiäre Liebe kennen und ist bereits früh auf sich allein gestellt. Auf Umwegen kommt er zu einem alten, klapprigen Klavier, welches seine letzte Rettung zu sein scheint. Endlich hat er etwas, das nur ihm gehört. Beim Singen und Klavierspielen kann er seine Probleme endlich einmal vergessen. Doch sobald der letzte Ton erklingt, hört er wieder die Stimme seiner Mutter und wird in die Realität zurückkatapultiert. Mit einer Alles-egal-Einstellung schmeißt er schließlich die Schule und schuftet sich Tag für Tag bei einem Job ab. Eines Tages trifft er die Straßenmusikerin Selma mit ihrer Gitarre. Sie scheint seine graue Welt ein wenig farbenfroher zu machen. So verbindet die beiden nicht nur die Liebe zur Musik, sondern auch die Abneigung gegenüber Clowns. Doch das junge Glück soll nicht lange halten. Zdzisław und Selma lernen den Musikproduzenten Xenon kennen. Die Probleme scheinen vergessen. Doch eines Tages taucht Mister X auf. Von nun an geht es wieder bergab. Schließlich landet Zdzisław in der „Klapse“, wie er so schön sagt. Michael Kuczynski hat uns mal wieder bewiesen, dass es nicht viel braucht für ein gelungenes Stück. Nur einen grandiosen Schauspieler, ein Keyboard und ein aufmerksames Publikum. Keine Kulisse oder sonstige Utensilien. Wir, meine Mitschüler und ich, saßen zusammen mit interessierten Lehrern und Michael Kuczynski in einem Stuhlkreis. Wie wir am Ende erfuhren, bildeten wir die Therapiegruppe in der Psychiatrie. So zeigt sich, dass ein Klassenzimmerstück auch viele Vorteile mitbringt. Selten haben die Schauspieler der Uckermärkischen Bühnen Schwedt so publikumsnah gespielt. Fragen, die während des Schauspiels in den Raum geworfen wurden, beantwortete man, ohne darüber nachzudenken, ob wirklich eine Antwort erwartet wurde oder nicht. Der Schauspieler arbeitete mit verschiedenen Stimmen, um auch mal Selma oder den Musikproduzenten Xenon zu Wort kommen zu lassen. Er untermalte seine Erzählung mit passender Mimik und Gestik und schlussendlich auch noch mit einem selbst komponierten Lied. Insgesamt waren die beschriebenen Szenen im ersten Moment zum Lachen, doch beim genaueren Überlegen schienen die Situationen ausweglos und traurig. So hatte alles einen bittersüßen Beigeschmack. Vor allem als wir erfuhren, dass dieses Stück aus der wirklichen Lebensgeschichte des Autors und des Schauspielers entstanden war.

Eine Geschichte so lebensnah und beeindruckend, so kurzweilig und tiefgründig, habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Der Regisseur Fred Apke zeigt auf, dass es meist einen Weg gibt, der aus dem tiefen Tal herausführt. Man muss ihn nur finden. Das Stück regte mich auch noch Stunden später zum Nachdenken an. So ist es für jeden Menschen empfehlenswert, der am wahren Leben interessiert ist.
kommentieren
von Julia R. (22. November 2019 16:32 Uhr)„Der Weg ist das Ziel“

Bereits zum zweiten Mal waren nicht wir es, die einen Ausflug zu den Uckermärkischen Bühnen nach Schwedt machten, sondern die Bühne kam zu uns in einen Klassenraum des „Einstein-Gymnasium“ Angermünde. Aufgrund einer spontanen Zusage der Uckermärkischen Bühnen Schwedt wurde uns nur wenige Tage vor der Aufführung mitgeteilt, dass am Freitag den 15.11.2019 die Uckermärkischen Bühnen zu Besuch sein werden, um für uns das mobile Jugendstück „Kurze Geschichte meines erfolgreichen Scheiterns“ aufzuführen. Das Stück wurde von Fred Apke geschrieben und zusammen mit dem Schauspieler Michael Kuczynski tauglich für eine Aufführung in unserem Klassenzimmer produziert. Beide Künstler haben sowohl eine deutsche als auch polnische Verbundenheit und arbeiten für deutsche und polnische Bühnen. Das machte das Stück zu etwas ganz Authentischem!
In nur einer Unterrichtsstunde wurde uns die Lebensgeschichte eines „abgezockten jungen“ Mannes, wie er sich selbst betitelte, vorgestellt. Der in Deutschland wohnende Hauptdarsteller beschreibt sich als „Zebra“ - halb Pole, halb Deutscher. Bereits im frühen Kindesalter erfährt er, dass sein deutscher Vater seine polnische Mutter betrügt. Nach der Trennung der Eltern verlieren sie den Kontakt und die Liebe zu ihrem einzigen Kind „Zdzisław Krautmann“. Zu dem fehlenden Zuspruch im elterlichen Haus findet Zdzisław auch kaum Anschluss in der Schule zu Klassenkameraden und wird auch in seiner späteren Musikkarriere ausgenutzt.
Zdzisław schiebt seine unglückliche Kindheit, die Trennung der Eltern sowie die Probleme mit anderen Personen auf die Vorurteile gegenüber seiner Herkunft - der polnischen Kultur. Die Klischeevorstellungen der anderen stellt er in seiner Erzählung immer wieder in den Vordergrund und weist somit auf ein gesellschaftlich brisantes Thema hin.
Die Talente, die in dem jungen Zdzisław stecken, werden erst auf den zweiten Blick oder gar nicht erkannt. Er wächst zweisprachig auf und hat die Gene seiner musikalischen Mutter geerbt. Diese verschaffen ihm und seiner großen Liebe „Selma“ den Sprung in die Musikbranche. Aus Freude und Liebe zur Musik entwickelt sich im Rahmen eines Plattenvertrages jedoch ein knallhartes und oberflächliches Geschäft, an denen die Liebe und später auch Zdzisław selbst zerbricht.

Bevor das Theaterstück begann, wurde die Bühne aufgebaut. Die Schulsitzordnung, wie wir sie kennen, wurde aufgehoben, Bänke zur Seite geräumt und alle Stühle in Form eines Kreises zusammengestellt. Dieses Bühnenbild, so stellen wir am Ende des Stückes fest, gehört zum letzten Kapitel seiner Geschichte, in welchem der drogenabhängige, verratene und verkaufte Zdzisław uns Schülern in „der Klapse“ im Rahmen einer Therapiesitzung seinen Lebensweg erzählt. Wir alle wurden somit Teil seiner Geschichte. Viele Schüler versuchte er mit direkten Fragen sowie durch Mimik und Gestik in das Stück einzubeziehen. Einer Schülerin wurde sogar eine bedeutende Nebenrolle, die der Selma, zugeteilt. Auch auf Kommentare sowie Reaktionen des Publikums nahm er Bezug und baute diese geschickt in sein Stück mit ein. Dies weckte unser Interesse und erhöhte gleichzeitig unsere Aufmerksamkeit. Das nur eine einzige Person und ein einfaches Klassenzimmer mit wenig Utensilien für ein so anspruchsvolles Theaterstück ausreichen, finde ich sehr beeindruckend. Es wurde nicht mit bunten, dauernd wechselnden Bühnenbildern, verschiedenen Schauspielern oder Lichteffekten von der Geschichte abgelenkt, sondern man konnte sich ganz auf die traurige Erzählung einlassen. Ich war begeistert von der Handlung und dem schauspielerischen sowie musikalischen Talent. Seine eigenen komponierten melancholischen Musikstücke, die er an seinem Keyboard spielte, weckten sicherlich nicht nur bei mir Emotionen. Dadurch erreichte er unsere volle Aufmerksamkeit. Es wurde sehr ruhig im Klassenzimmer und alles fokussierte sich auf Zdzisławs Stimme. Diese musikalischen Begleitungen, die er mit einbrachte, unterstützte die Wirkung der Handlung. Insgesamt wurde diese sehr verständlich und nachvollziehbar dargestellt. Der Tenor der Geschichte zog sich durch das ganze Stück. Dieser wurde uns immer wieder durch, aus seiner Sicht, unbedeutende Kommentare (Abwendung des Vaters und der Mutter, Ausgrenzung in der Schule, Verlassen durch die Freundin, Ausbeutung des Musikproduzenten) vor Augen geführt. Doch das Stück war nicht nur von emotionalen Momenten geprägt. Durch lustige Witze und seiner für Jugendliche typischen Umgangssprache wurde die Aufführung auch immer wieder etwas aufgelockert.

Ich denke, mit dieser Inszenierung appelliert er an uns! Jeder von uns hat seine Geschichte und jeder von uns ist irgendwie anders. Verschiedene Kulturen, Patchworkfamilien, außergewöhnliche Talente, unterschiedliche Interessen sollten aber nicht zu Vorurteilen oder Verachtung und Ausgrenzung führen. Alle diese Dinge sind Ansporn, uns selbst und unsere Gesellschaft weiterzuentwickeln. Sonst treffen wir uns alle, wie in diesem Stück, am Ende unseres Weges in der „Klapse“ wieder!
Ich finde, wir waren als Oberstufenklasse genau das richtige Publikum, da wir gerade dabei sind, selbst unseren eigenen Weg zu finden und zu gehen. Daher empfehle ich das Theaterstück allen Jugendlichen.
Ich habe bereits viele Theaterstücke gesehen und empfand es als eines der besten, auch weil es mir die Augen geöffnet hat. Zdzisław hat aufgrund seiner Herkunft und seiner familiären Situation viele Wege gehen müssen. Das Ende seines Weges ist auch das Ende des Stückes, in dem er die Bühne verlässt, um zu Selma - seiner großen Liebe - zurückzukehren.
kommentiert von Waltraud Bartsch, Theaterpädagogin (22. November 2019 18:22 Uhr)"Toll. Einfach toll. Der Lohn für uns", hat mir gerade Autor Fred Apke geschrieben, nachdem er Deinen Gästebucheintrag gelesen hat. Danke, Julia.
kommentieren
von Kristina (4. November 2019 12:39 Uhr)Till Ulenspiegel

Natürlich erwartet man bei einem Rockmusical so etwas wie "Amadeus" oder "Tamara". Noch dazu bei der Mitwirkung von Takayo, was ja immer ein sicherer Tipp für eine gelungene Aufführung ist.
Hier ist das nicht ganz so. Es stimmt, wenige Melodien zum Mitsingen und auch wenige lustige Stellen.
Dafür viel aktueller Bezug zum Mitdenken. Das Bühnenbild fanden wir spektakulär gut. Genauso wie die Leistung aller Künstler. Sehr sauberer Gesang und Tanz.

UND: Beifall lohnt sich - es gibt eine durchdachte Zugabe !!!
kommentieren
von Vivien (3. November 2019 20:14 Uhr)Wir haben am 1.11. die Vorstellung von Till Ulenspiegel besucht. Leider waren wir enttäuscht. Während der gesamten Vorstellung gab keine mitreißenden Melodien oder Dialoge, nur wenige Stellen zum Lachen. Der Gesang war oftmals nicht zu hören, da die Musik zu laut war. Es wurde als Rockmusical deklariert, jedoch konnten wir zu keinem Zeitpunkt Rockmusik erkennen. Insgesamt war das ganze Stück sehr schleppend und man hangelte sich von Szene zu Szene. Für die Aufführungsdauer von 3 Stunden wird ausreichend Sitzfleisch verlangt. Die Story wurde unserer Meinung nach zeitweise zu detailiert und ausgiebig dargestellt. Wahrscheinlich war der Saal daher auch maximal zu 1/4 gefüllt.
kommentieren
von Grit Wittkopf (19. Oktober 2019 17:15 Uhr)Gestern haben wir uns den "Till Ulenspiegel" angesehen.
Nun ja... wie soll ich sagen... es gab schon bessere Stücke bei den Eigenproduktionen der ubs.
Irgendetwas fehlte: Vielleicht ein paar musikalische Ohrwürmer, so wie bei "Amore mio" oder "Sonnenallee",
wo alle mitsingen können. Die dargebotenen Songs waren schon toll gesungen und gut getanzt,
aber es hat einfach der Funke nicht gezündet. Nun war auch ungewöhnlich wenig Publikum da....
Zu Stoff selber muss ich sagen, mir fehlte noch mehr der Schelm Till. Er hatte auch niemals seine Kappe auf,
nur umgebunden. Ich würde jedenfalls nicht ein zweites Mal hingehen, so wie bei anderen Stücken.
Vielleicht noch ein Tipp: Wenn Sie merken, es werden nicht genug Karten verkauft, warum verlosen Sie nicht welche?
oder stellen z.B. im Odercenter jemanden hin, der Karten anbietet "wie zwei Karten zum Preis von einer"
kommentieren
von Wolfgang Meier (7. Oktober 2019 11:52 Uhr)Ich war am Samstag, 05.10.19, zur Premiere von Till Ulenspiegel in Ihrem Hause. Nach Tamara meine zweite Premiere ... Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Eine großartige Inszenierung mit viel toller Musik, Liebe, Gefühl und Humor. Die historische Vorlage fantastisch umgesetzt, aber auch der Bezug zur Gegenwart hat nicht gefehlt... Super ! Die Welt braucht halt Narren, auch und gerade heute ... ;=) Ich war begeistert und beeindruckt und bin es immer noch... und das sage ich nicht nur als Freund vom Autor, Jan Kirsten, der wieder einmal ein Meisterstück abgeliefert hat. Ich ziehe meine Narrenkappe und verneige mich vor dem gesamten Ensemble auf und hinter der Bühne... Einziger kleiner Kritikpunkt wäre, dass teilweise der Chorgesang etwas schlecht zu verstehen war. Vielleicht kann man da noch nachbessern...
Leider war meine eigene Freude ein wenig getrübt, da meine Frau kurzfristig erkrankt war und nicht mit kommen konnte. In diesem Zusammenhang aber ein großesDankeschön an die freundliche Mitarbeiterin an der Theaeterkasse. Sie konnte zwar die Karte nicht mehr zurück nehmen bzw. in einen Geschenkgutschein umwandeln. Aber sie bot mir an zu versuchen, die Karte an der Abendkasse zu verkaufen, falls jemand eine Einzelkarte benötigt. Es hat zwar leider nicht geklappt, aber trotzdem Dank für die Bemühungen. Und ich komme mit Sicherheit noch einmal wieder... und dann mit meiner Frau ... :=)

Herzlichst Wolfgang Meier
kommentieren
von Klasse 10 Gauß-Gymnasium Schwedt (27. September 2019 09:49 Uhr)Am 25.9.2019 wurde das Klassenzimmerstück "Fridays", welches von Felix Gattinger geschrieben wurde, in unserer Schule aufgeführt. Das aktuelle Thema wurde sehr gut umgesetzt und wir konnten uns mit dem Stück identifizieren. Dem Schauspieler Benjamin Schaup ist es sehr gut gelungen, sich in die Rolle hineinzuversetzen und sie glaubhaft zu gestalten. Besonders das Einbeziehen des Publikums ist positiv herauszuheben. Die Auswertung des Stückes gab uns viele neue Denkanstöße.

"Fridays" ist sehr empfehlenswert.
kommentieren
von Thorsten Voß (30. Juni 2019 20:47 Uhr)Hallo UBS- Team ,

danke für die tolle und professionelle Aufführung von Shrek bei 39 Grad!

Schauspieler, Technik, Bühne, Kostüm und Service einfach spitze!

Wie immer sehr empfehlenswert!

Weiter so!

kommentieren
von Lucas Pfaff (23. Juni 2019 12:37 Uhr)Am 23.06. hatte ich das Vergnügen, "Shrek - Das Musical" live erleben zu dürfen.
Ich bin ganz ehrlich: ich hatte Bedenken. Würde die Vorlage gut umgesetzt, sodass der Charme nicht verloren geht? Wäre es zu albern, oder vielleicht nicht albern genug?

Aber was soll man sagen. In Traumbesetzung wurde ich für ein paar Stunden großartig unterhalten, die Handlung wurde dabei nicht 1:1 übernommen sondern sogar auf eine neue Schöpfungshöhe gebracht.
Ich bin nachhaltig begeistert und kann nur jedem einen Besuch empfehlen, solange das Stück noch läuft.

Einzige Kritik: am Ende sollten wirklich alle Beteiligten auf die Bühne kommen. Natürlich stehen Schauspieler im Rampenlicht und sind das Aushängeschild, aber ohne all die vielen Leute im Hintergrund könnte es einfach nicht funktionieren.
kommentieren
von Petra Tech (11. Juni 2019 10:14 Uhr)
26. Schultheaterfest - endlich mal ein gutes Plakat an unserem Theater .
von Peter Feucht (26. Mai 2019 12:09 Uhr)Moin,

wir waren bei der letzten Aufführung von Tamara und möchten Euch sagen, dass es ein Genuss war.

Als Schwaben-Wessis kannten wir Tamara zwar kaum aber nach den Infos aus dem Internet wollten wir den Geist der Zeit noch einmal erleben. Und diesen Geist habt Ihr hervorragend gezeichnet. Gänsehaut!

Die Rahmenhandlung erschloss sich uns anfangs nicht so recht, aber im Ganzen gesehen war es eine Super-Idee, Songs und Texte so zu verpacken.

Wir sind 400km von der Lübecker Bucht bis nach Schwedt gefahren und jeder war gerechtfertigt. Falls Ihr eine Neuauflage macht, bitte sagen, dann kommen wir nochmal!

Ganz dickes Lob für einen absolut gelungenen Abend!

Peter und Uschi Feucht

P.S. Wo kann man die Schuhe der Vampirette kaufen?
von Saskia (22. Mai 2019 20:52 Uhr)Am 10.05.2019 besuchte ich, wie die gesamte Jahrgangsstufe 11 des Einstein-Gymnasiums Angermünde, das Stück „Die Räuber“ unter der Regie von André Nicke. Nachdem wir die gleichnamige Tragödie von Friedrich Schiller im Rahmen des Deutschunterrichts gelesen hatten, war ich schon sehr gespannt, wie das Theaterstück an den UBS werden würde.
Das Stück handelt von dem Grafen Maximilian von Moor und seinen zwei Söhnen. Als zweitgeborener Sohn ist Franz Moor von der Erbfolge ausgeschlossen. Mit einer Intrige versucht er, dem erstgeborenen Sohn Karl vor dem Vater zu schaden und so die Gunst des Vaters zu erlangen. Daraufhin wird Karl Moor vom Vater verstoßen und zieht mit seinen Freunden als Räuberbande durch die böhmischen Wälder. Franz Moor kann es nun kaum erwarten, die Macht seines Vaters zu übernehmen. Gleichzeitig will er auch die Liebe von Karls Verlobter Amalia erlangen. Die möchte ihrem Karl aber treu bleiben. Als die Intrige endlich aufgedeckt ist, überstürzen sich die Ereignisse und das Töten findet kein Ende. Keine der Hauptfiguren konnte ihr Lebensziel verwirklichen und so scheitert jegliches Leben.
Wie in bisherigen Theaterstücken auch, überzeugten die Schauspieler wieder mit ihrem Können; vor allem die Doppelrolle von Fabian Ranglack (Franz Moor & Karl Moor). Sprachlich und körperlich wechselte er die Rollen und beeindruckte damit. Die einzelnen Darsteller haben mit ihrer Stimme und ihrer Haltung die Charaktere ausdrucksstark dargestellt. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, war es nur etwas gewöhnungsbedürftig, die Texte in alter Sprache in Kombination mit modernen Effekten, wie z.B. den Bildprojektionen und den Geräuschen eines Hubschraubers zu erleben. Das Bühnenbild hingegen überzeugte mich. Auf der relativ kleinen Bühne waren mehrere verschiebbare Metallwände. Diese ermöglichten zum einen die Darstellung der verschiedenen „Spielorte“, z.B. das Räuberlager und den Garten des Schlosses. Zum anderen wurden mithilfe eines Stockes laute Geräusche erzeugt.
Die Kleidung der Darsteller war grundsätzlich in dunklen, gedeckten Farben gehalten. Nur Amalia, die einzige weibliche Figur in dem Stück, fiel durch ein helles Kleid auf. Die Ritterrüstung des alten Moors konnte ich hingegen nicht einordnen.
Insgesamt wurde die Tragödie auf der Theaterbühne gut dargestellt. Die einzelnen Charaktere erschienen mir stärker als im Buch. Allerdings bleibt es mir ein Rätsel, warum ausgerechnet das Ende Karls bei der Inszenierung geändert wurde. Möglicherweise wurde dieses Ende gewählt, um die Dramatik des Stücks zu erhöhen.
von Karsten Pietzsch (19. Mai 2019 12:49 Uhr)Liebe Künstlerinnen,Künstler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uckermärkischen Bühnen,

gester Abend waren wir mit Freunden zur letzten Vorstellung von "TAMARA". Wir waren mal wieder völlig in den Bann gezogen vom Können der Darstellerinen und Darsteller, von der Inszenierung und Umsetzung. Es war ein Abend, an dem man alles Andere vergessen konnte, um sich voll und ganz in das Stück ziehen zu lassen.
Vom Können der Musiker sind wir immer wieder fasziniert, alle spielen perfekt zusammen und hören aufeinander.
Ohne euer Haus wäre die Region ärmer, Ihr seid viel von dem, was Europa ausmachen sollte, in Schwedt.
Wir denken gern an Aufführungen wie"GRIMM" und " WIE IM HIMMEL" zurück. Da habt Ihr es geschafft, Chorgeist zu transportieren! Mehr Chorgeist als unser Chor, in dem ich singe, zeitweise hatte.
Wir gehen von den Aufführungen immer mit neuen Ideen nach Hause.
Wir freuen uns schon auf die nächsten Besuche in euerem Haus und wünschen euch weiterhin ein so gutes Händchen für die Planungen und verbleiben

mit besten Grüßen

Judith und Karsten