Mittwoch
24
März 2021
Bertolt Brecht: Der kaukasische Kreidekreis
Schauspiel mit Musik von Paul Dessau
Bürgerkrieg in Grusinien. Der Gouverneur wird hingerichtet. Die Frau des Gouverneurs flieht. Sie rettet Schmuck und Kleider, lässt aber ihren Sohn zurück. Die Küchenmagd Grusche rettet den Säugling vor den Soldaten und wird selbst zur Gejagten. Als die Witwe des Gouverneurs nach dem Krieg zurück kehrt, weigert sich Grusche, ihr das Kind – das ihr längst ans Herz gewachsen ist – zurück zu geben. So kommt es zum Prozess vor dem trinkfreudigen und bestechlichen Dorfschreiber Azdak, der in den Kriegswirren zum Richter aufgestiegen ist …

Regie: Sascha Bunge
Musikalische Leitung: Stefan Faupel
Bühne & Kostüme: Christine Bertl
Dramaturgie: Lorena Biemann

Mit Philipp Buder, Stefan Faupel, Konstanze Fischer, Aom Flury, Franziska Kleinert, Jeffrey von Laun, Jan-Eric Meier, Helmut Rühl, Christoph Sommer, Caroline Wybranietz, Robert Zimmermann

Landesbühne Niedersachsen Nord, Wilhelmshaven
16:00 Uhr, Großer Saal, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Eröffnung der 19. Landesbühnentage „Der wilde Osten“
18:30 Uhr, Hauptfoyer
Wolfgang Borchert: Draußen vor der Tür
Schauspiel
Kriegstraumatisiert kehrt der junge Unteroffizier Beckmann drei Jahre nach der Schlacht um Stalingrad zurück nach Deutschland. Doch die Daheimgebliebenen begegnen ihm mit Desinteresse und Ablehnung. Beckmann findet sich nicht mehr zurecht zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Eindringlichkeit der Schilderung verleiht dem Text – angesichts weltweiter kriegerischer Auseinandersetzungen – eine bestürzende Aktualität.

Regie: Peter Kube
Regiemitarbeit: Ute Raab
Ausstattung: Tom Böhm

Mit Felix Lydike, Julia Vincze, Grian Duesberg, Marcus Staiger

Landesbühnen Sachsen, Radebeul
19:30 Uhr, Kleiner Saal, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Lutz Hübner und Sarah Nemitz: Furor
Schauspiel
Kurz vor Beginn seines Wahlkampfs um das Amt zum Oberbürgermeister fährt der Ministerialdirigent Heiko Braubach einen jungen Mann über den Haufen. Es ist der Achtzehnjährige Enno, der zum Zeitpunkt des Unfalls unter Drogen stand und unkontrolliert auf die Straße lief. Zweieinhalb Wochen später meldet sich der Politiker bei der Mutter des Unfallopfers zu einem Gespräch an. Geht es um den Wahlkampf? Geht es um Schuld? Um Hilfe?

Regie: Ulrich Fischer
Ausstattung: Sven Hansen
Dramaturgie: Ann-Kathrin Hanss

Mit Oliver Beck, Annette Baldin, Tom Bayer

Theater Eisleben
19:30 Uhr, intimes theater, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Donnerstag
25
März 2021
Jörg Menke-Peitzmeyer: Soko Pisa – Die DDR in 40 Minuten
Schauspiel für Menschen ab 14, Uraufführung
Dreißig Jahre ist es her, dass vierzig Jahre zu Ende gingen. Vierzig Jahre „Auferstanden aus Ruinen“, vierzig Jahre real existierender Sozialismus auf deutschem Boden, vierzig Jahre antifaschistischer Schutzwall – vierzig Jahre Deutsche Demokratische Republik. Zwei DarstellerInnen starten den Versuch, in 40 Minuten 40 Jahre DDR zu erzählen. Und schnell wird klar: Schon diese beiden sind sich in ihrer Auslegung der Geschichte nicht immer einig. Wie können es dann erst 17 Millionen sein?

Regie: Steffen Pietsch
Ausstattung: Irina Steiner

Mit Marie Spinka, Utz Pannike

Landesbühnen Sachsen, Radebeul
10:00 Uhr, intimes theater, 9,25 € (Schüler: 6,15 €)
Otfried Preußler: Krabat
Schauspiel für Menschen ab 10
Der vierzehnjährige Waisenjunge Krabat folgt am Dreikönigstag einem unheimlichen Ruf: Er wird zur Mühle im Koselbruch bestellt. Dort wird nicht nur Korn gemahlen, sondern die schwarze Magie gelehrt. Krabat lernt schnell die Faszination der Zauberkunst kennen. Aber auch ihren Preis: In jeder Silvesternacht fordert der unheimliche Gevatter vom Mühlenmeister einen Gesellen als Opfer. Als Krabat so seinen Freund Tonda verliert, beschließt er, gegen den Meister zu kämpfen.

Regie: Karin Eppler
Ausstattung: Marc Mahn
Dramaturgie: Sabrina Klose

Mit Felix Zimmermann, Julius Schleheck, Adrian Kraege, Sabrina Sauer, Edda Lina Janz

Westfälisches Landestheater, Castrop-Rauxel
11:00 Uhr, Kleiner Saal, 9,25 € (Schüler: 6,15 €)
Judith Schalansky: Der Hals der Giraffe
Schauspiel
Seit über drei Jahrzehnten unterrichtet Inge Lohmark Biologie. Aus tiefster Überzeugung glaubt sie daher: Anpassung ist alles. Aber die Kleinstadt schrumpft, der Nachwuchs fehlt – und ihre Schule soll in vier Jahren geschlossen werden. Die letzten Jahrgänge sitzen mit leeren Augen vor ihrer Lehrerin. Schüler sind für Inge Lohmark ein Irrtum der Evolution. Bis sie eines Tages auf die Neuntklässlerin Erika trifft.

Regie: Johan Heß
Dramaturgie: Marcus Grube

Mit Ursula Berlinghof

Württembergische Landesbühne Esslingen
17:00 Uhr, intimes theater, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Jean Anouilh: Antigone
Schauspiel
Kreon ist der neue Herrscher von Theben. Den Volksfeind Polyneikes, der gegen die Stadt gekämpft hat, will er vor den Toren der Stadt verrotten lassen. Antigone jedoch begräbt gegen Kreons Verbot den Bruder. Ihr ziviler Ungehorsam ist in dem Text von Anouilh Rebellion gegen das „bescheidene Alltagsglück“ und den Staat, den Kreon vertritt. Der ist als knallharter Politiker bereit, über Leichen zu gehen, um sein Volk zu lenken. Andererseits würde er Antigone gerne retten, denn immerhin ist die mit seinem Sohn verlobt …

Regie: Tatjana Rese
Ausstattung: Dorit Lievenbrück
Dramaturgie: Dr. Joris Löschburg
Musik: Torsten Harder

Mit Josefin Ristau, Anika Kleinke, Felix Erdmann, Daniel Felix Adolf, Dirk Schmidt

Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz
17:00 Uhr, Großer Saal, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Betty Hensel: Sophie Scholl – Die letzten Tage
Schauspiel
Gegen die schweigende Masse. Für die Freiheit der Gedanken. Spannend bis zur letzten Sekunde: Im Dritten Reich formiert sich um die Geschwister Hans und Sophie Scholl eine studentische Widerstandsgruppe, die mit Flugblättern zum Widerstand gegen die Nazi-Diktatur aufruft. Die Landesbühne Rheinland-Pfalz zeigt Betty Hensels packendes Theaterstück nach dem Drehbuch von Fred Breinersdorfer, das 2005 mit Julia Jentsch in der Hauptrolle verfilmt und international ausgezeichnet wurde.

Landesbühne Rheinland-Pfalz, Schlosstheater Neuwied
19:30 Uhr, Kleiner Saal, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Ohne Hoffnung und Verzweiflung
Antike-Baukasten II mit Texten von Heiner Müller
Herakles steht im Zentrum der theatralischen Installation, die sich den Antike-Texten Heiner Müllers widmet. Mit großer poetischer Kraft verdichtet Müller die Überlieferungen der klassischen Antike, baut sie um und schreibt sie neu. Angesichts der großen globalen Krisen erfährt die Dichtung des 1995 verstorbenen Autors eine neuerliche Aktualität und Brisanz, auch weil wir immer öfter das Gefühl haben, mit unserem rational-funktionalen Denken nicht mehr weiter zu kommen. Der Mythos lebt.

Regie: Tatjana Rese
Ausstattung: Dorit Lievenbrück
Dramaturgie: Dr. Joris Löschburg

Mit Frank Metzger, Jonas Münchgesang, Thomas Pötzsch, Diana Olbert

Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz
21:00 Uhr, Großer Saal, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Freitag
26
März 2021
Gesa Bering und Stephan Dorn: Ach, Mensch!
Jugendstück ab 12, Uraufführung
Zwischen Unwetterwarnungen, schmelzenden Gletschern und Ratlosigkeit fragen wir uns: Wenn man ein Problem lösen soll, an dem man selbst schuld ist, wie löst man es, ohne sich dabei zu vergessen? Wie können Maschinen, Tiere und Zufälle dabei vielleicht hilfreich sein? Wer übernimmt die Verantwortung? Können wir noch aufholen? Und wo habe ich eigentlich meinen Regenschirm liegengelassen? Das alles ist der Erde nicht wirklich egal – oder?

Regie: Gesa Bering, Stephan Dorn
Musik: Stephan Dorn
Dramaturgie: Michel op den Platz

Landestheater Württemberg-Hohenzollern, Tübingen Reutlingen
10:00 Uhr, intimes theater, 9,25 € (Schüler: 6,15 €)
Marcus Youssef: Dschabber
Schauspiel für Menschen ab 14
Als ein islamfeindliches Graffiti an der Turnhallenwand auftaucht, schicken Fatimas Eltern sie auf eine andere Schule. Und obwohl Fatima ziemlich offen und kein bisschen schüchtern ist, bleibt sie allein, bis sie ausgerechnet Jonas anspricht. Jonas ist einer, über den man nur heimlich spricht, der SchülerInnen ebenso wie LehrerInnen provoziert. Und auch wenn Fatima von allen vor Jonas gewarnt wird, freunden sich beide an. Für einen Moment scheint es, als könnten die beiden alle Grenzen überwinden, die die Welt zwischen ihnen zieht.

Regie: Nadja Blank
Bühne und Kostüme: Jörg Zysik
Musik: Jan Exner
Dramaturgie: Clara Kaltenbacher

Mit Marie Förster, Dennis Wilkesmann, Marco Pickart Álvaro

Burghofbühne Dinslaken
11:00 Uhr, Kleiner Saal, 9,25 € (Schüler: 6,15 €)
Friedrich Schiller: Die Räuber
Schauspiel
Karl Moor, unangepasst, rebellisch und weltverachtend, liebt nur seine Freiheit. Franz, sein jüngerer Bruder, fühlt sich hässlich und ungeliebt, weil die Anerkennung des Vaters nur seinem Bruder gilt. Während Franz zu Hause auf infame Weise gegen Bruder und Vater intrigiert, geht Karl in die Wälder, um eine Räuberbande zu gründen. Beide revoltieren auf ihre Weise gegen die gesellschaftliche Ordnung. Nach Jahren des Räuberdaseins kehrt Karl nach Hause zurück und erkennt die Ränke seines Bruders. Die Zerstörung der Familie ist nicht mehr aufzuhalten.

Regie: Ayla Yeginer
Bühne und Kostüme: Belén Montoliu

Mit Martin Schwartengräber, Jeremias Beckford, Nina Carolin, Marisa Wojtkowiak, Jonas Kling, Simone Mende, Xanan Flora Welte, Kristina Britt Reed, Linda Riebau, Cengiz Yasin Bozkurt, Haytham Hmeidan, Lukas Hanus

Theater für Niedersachsen, Hildesheim
19:30 Uhr, Großer Saal, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Peter Høeg / Theaterfassung von Armin Petras und Juliane Koepp: Fräulein Smillas Gespür für Schnee
Schauspiel
Der fünfjährige Inuk-Junge Jesaja stürzt vom Dach eines Wohnhauses in Kopenhagen in den Tod. Die Naturwissenschaftlerin Smilla Jaspersen, die mit dem Jungen befreundet war, glaubt nicht an einen Unfall. Wie er stammt sie aus Grönland und hat ein besonderes Gespür für Eis und Schnee. Die Spuren, die Jesaja auf dem Dach im Schnee hinterlassen hat, weisen für sie eindeutig darauf hin, dass der Junge gejagt wurde. Smilla beginnt, auf eigene Faust zu recherchieren, und kommt einem Verbrechen ungeahnter Tragweite auf die Spur.

Regie: Louis Villinger
Bühne und Kostüme: Mark Späth
Dramaturgie: Cordula Jung

Mit Siri Wiedenbusch, Paul Worms, Matthias Hinz

Theater der Altmark, Stendal
19:30 Uhr, Kleiner Saal, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Christian Franke: Hannah! Oder das Erwachen eines politischen Bewusstseins
Schauspiel für Menschen ab 15, Uraufführung
Die junge Studentin Hannah Arendt begeistert sich für Literatur und Philosophie, weshalb sie nach Marburg kommt, um hier bei dem talentierten Martin Heidegger ein Denken kennenzulernen, das nicht nur bloßes Wissen-Wollen ist. Im leidenschaftlichen Denken kommen sich beide näher, so nahe, dass es bald lange Schatten auf ihr Leben wirft. Die junge Studentin beginnt, sich nicht nur mit sich selbst, sondern mit der Welt auseinanderzusetzen. Die deutsche Politik wird für Menschen wie sie bald zur lebensbedrohenden Gefahr.

Regie: Christian Franke
Bühne und Kostüme: Sabine Mäder
Musik: Tim Roth
Dramaturgie: Christin Ihle

Mit Saskia Boden-Dilling, Jorien Gradenwitz, Christian Simon

Hessisches Landestheater Marburg
19:30 Uhr, intimes theater, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Samstag
27
März 2021
Anton Tschechow: Onkel Wanja
Schauspiel
Wanja kümmert sich seit Jahren mit seiner Nichte Sonja um das Landgut seiner verstorbenen Schwester. Die Einnahmen werden pflichtbewusst an den Schwager in die Stadt geschickt. Als dieser in den Ruhestand tritt und mit seiner neuen, jungen Frau Jelena auf das Gut zurückkehrt, muss Wanja erkennen, dass der bewunderte Professor aus der Nähe betrachtet doch kein so kluger Kopf ist. Dafür ist seine Frau umso schöner. Und plötzlich stehen alle vor der Frage: Gibt es in meinem Leben noch neue Horizonte zu entdecken?

Regie: Jan Steinbach
Bühne: Franz Dittrich
Kostüme: Jule Dohrn-van Rossum
Dramaturgie: Sophia Lungwitz

Mit Jürgen Roth, Alexandra Riemann, Ewa Noack, Julia Blechinger, Heiner Junghans, André Lassen, Patrick Hellenbrand, Kerstin Klinder

Landestheater Detmold
11:00 Uhr, Kleiner Saal
Can Arslan / Sergei Prokofjew: Cinderella
Märchenballett
Prokofjew folgt in seiner „Cinderella“-Version, die an die Tradition der legendären Petipa-Tschaikowsky-Ballette anknüpft, im Wesentlichen der traditionellen Handlung des „Aschenbrödel“-Märchens. Die von Sehnsucht und Liebe erzählenden Cinderella-Soli und die Pas de deux der anmutigen Titelfigur mit dem Prinzen werden theatral effektvoll kontrastiert durch die neidisch-missgünstige Bosheit von Stiefmutter und Stiefschwestern und die poetische Magie, die die naturverbundene Feenwelt und die märchenhafte Pracht des Schlosses verströmen.

Regie und Choreographie: Can Arslan
Kostüme: Angelo Alberto
Bühnenbild: Andrea Kaempf
Dramaturgie: Susanne Germer

Mit Caterina Cerolini, Cristian Colatriano, Rebecca Gollwitzer, Lukas Ziegele, Michele Carnimeo, Masami Fukushima, Salvatore Piramide, Alessia Zaccaria

Nordharzer Städtebundtheater, Halberstadt / Quedlinburg
15:00 Uhr, Großer Saal, 12,35 € (Schüler: 6,15 €)
Stefano Massini: Ichglaubeaneineneinzigengott.
Schauspiel
Ein Jahr, 10 Tage und 8 Stunden trennen drei Frauen von einer Schicksalsgemeinschaft: Eden Golan, Dozentin für jüdische Geschichte in Tel Aviv, liberal, westlich orientiert, warnt vor übersteigertem Nationalismus. Mina Wilkinson, eine in der Krisenregion stationierte amerikanische Soldatin, hat es satt, erfolglos den Friedensstifter zu spielen. Die palästinische Studentin Shirin Akhras radikalisiert sich im Laufe eines Jahres in ihrem Hass auf Israel und seine Schutzmacht USA. Bei einem Selbstmordattentat verlieren zwei der Frauen ihr Leben.

Regie: Thorsten Weckherlin
Bühne und Kostüme: Kay Anthony
Musik: Markus Maria Jansen
Dramaturgie: Kerstin Grübmeyer

Mit Franziska Beyer

Landestheater Württemberg-Hohenzollern, Tübingen Reutlingen
18:00 Uhr, intimes theater, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Andrzej Stasiuk: Nacht
Eine slawo-germanisch medizinische Tragikfarce
Ein junger Pole ohne Namen stiehlt Brillanten in Deutschland, wird vom Besitzer des Geschäfts erschossen und kehrt als Leichnam ohne Schmuck und auch ohne Herz in sein Heimatland zurück. Als Toter braucht er das lebensnotwendige Organ nicht mehr. Der deutsche Juwelier jedoch, der den Kleinganoven tötete, ist auf ein Spenderherz angewiesen. Trotzdem er sich weigert, tobt und motzt, wird ihm das polnische Herz eingesetzt, mit unabsehbaren Folgen.

Regie: Jan Jochymski
Ausstattung: Sophie Lenglachner
Dramaturgie: Juliane Schotte

Uckermärkische Bühnen Schwedt
19:30 Uhr, Kleiner Saal, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Sonntag
28
März 2021
Nach dem Märchen der Brüder Grimm: Der Fischer und seine Frau
Kinderstück mit Puppenspiel ab 4
Die Menschen sind unzufrieden, jeder denkt nur an sich, und an Gott glaubt keiner mehr. Das wurmt Gott gewaltig! Also erscheint er dem armen Fischer in Gestalt eines Butts und verspricht, ihm einen Wunsch zu erfüllen. Der Fischer aber ist gar nicht so sehr an Veränderungen seiner Lebensumstände interessiert. Ganz anders seine Frau! Sie ist genervt von der Schicksalsergebenheit ihres Mannes. Man muss doch seine Chancen nutzen! Also soll der Butt tun, was er kann. Die Frau entwickelt allerdings immer neue Wünsche.

Regie: Lutz Großmann
Bühne und Kostüme: Nicola Minssen
Dramaturgie: Eva Veiders

Mit Sarah Wissner

Rheinisches Landestheater Neuss
11:00 Uhr, intimes theater, 9,25 € (Schüler: 6,15 €)
Molière: Der Geizige
Komödie
Nichts ist wichtiger für Harpagon als das Geld. Es ist seine größte Liebe und muss stets in greifbarer Nähe sein. Jeder ökonomischen Logik zum Trotz investiert er sein Vermögen nicht gewinnbringend, sondern vergräbt es im Garten. Sein Sohn Cléante möchte die besitzlose Mariane heiraten und hofft auf das Geld des Vaters. Dessen Tochter Élise ist ihrerseits in Valère verliebt, doch hat Harpagon sie bereits ohne Mitgift dem alten Anselme, dem Vater von Mariane und Valère, versprochen. Und für sich selbst hat der Geizhals Mariane ausgesucht ...

Regie: Thomas Goritzki
Bühne und Kostüme: Heiko Mönnich
Dramaturgie: Olivier Garofalo

Mit Carl-Ludwig Weinknecht, Hergard Engert, Niklas Maienschein, Juliane Pempelfort, Nelly Politt, Peter Waros, Johannes Bauer, Tom Kramer

Rheinisches Landestheater Neuss
14:00 Uhr, Großer Saal, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Nick Hornby: Nipplejesus
Schauspiel
Dave war Türsteher. Jetzt passt er auf Kunst auf. Die ist ihm bisher merkwürdig fremd geblieben, aber so kann er wenigstens unbeteiligt die BesucherInnen beobachten. Doch dann kommt alles anders. Dave wird ausgewählt, ein Kunstwerk zu bewachen, das erst ab 18 Jahren zugänglich ist. So etwas gibt es? Jugendschutz bei Kunst? Das muss er sich genauer ansehen … Eine Darstellung des gekreuzigten Jesus – nichts Ungewöhnliches, doch wenn man näher herantritt, offenbart sich das Geheimnis …

Regie: Tilo Esche
Dramaturgie: Lukas Schädler

Mit Dimitrij Breuer

neue Bühne Senftenberg
17:00 Uhr, intimes theater, 13,85 € (Schüler: 6,70 €)
Jordi Galceran: Der Kredit
Komödie
Anton braucht Geld, doch fehlen ihm Sicherheiten. Der Filialleiter schöpft seinen Ermessensspielraum aus und lehnt den Antrag ab. Anton lässt sich nicht abwimmeln und eröffnet seine Bedingung: Bekommt er seinen Kredit nicht, wird er die Frau des Filialleiters verführen. Was banal beginnt, entwickelt sich zu einem gnadenlosen Zweikampf. Es treten an: Gut gegen Böse, Bürgertum gegen Hochfinanz, King Kong gegen Godzilla, Filialleiter gegen Antragsteller. Erfrischend komisch schildert Galceran, wie sich die Machtverhältnisse völlig neu ordnen.

Regie: Moritz Koch
Bühne und Kostüme: Nele Rohland
Dramaturgie: Martin Apelt

Mit Marek Egert, Dennis Habermehl
19:00 Uhr, Kleiner Saal, 13,85 €