Schauspiel

Kabale und Liebe

Ein bürgerliches Trauerspiel
Der Stadtmusikant Miller liebt seine Tochter. Seine Frau liebt ihren Traum vom sozialen Aufstieg. Die Tochter Luise liebt Ferdinand. Ferdinand, der Sohn des Präsidenten von Walter, liebt Luise. Lady Milford, die Mätresse des Herzogs, liebt Ferdinand. Wurm, Sekretär des Präsidenten, liebt Luise. Präsident von Walter liebt die Macht ... und ordnet eben deshalb die Heirat seines Sohnes mit der Milford an. Ferdinand wehrt sich gegen diese Vereinnahmung seiner Person und seines ehrlichen Gefühls im Namen der Politik. Das Verhalten des Sohnes fordert die Unnachgiebigkeit des Vaters heraus: Der Präsident intrigiert mit aller ihm zur Verfügung stehenden Rücksichtslosigkeit gegen den eigenen Sohn: Um jeden Preis will er dessen unstandesgemäße und seinen hochfliegenden Plänen im Weg stehende Liebe zu Luise zerstören.

Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“ erzählt die Geschichte einer ersten Liebe mit deren absolutem Anspruch und ihrer Unfähigkeit - und Unwilligkeit - Realitäten Rechnung zu tragen; die Geschichte politisch motivierter und eigennütziger Manipulationen gegen die reine Liebe, die soziale Konventionen mißachtet und sich selbst genügt. „Kabale und Liebe“, einer der populärsten deutschen Klassiker, im 200. Todesjahr Schillers an den ubs.
Die glückliche Liebe hat keine Geschichte. Nur die bedrohte Liebe taugt für Romane. Denis de Rougemont

Regie: Gösta Knothe
Ausstattung: Volker Walther

Premiere: 25. Februar 2005, Kleiner Saal

Abgespielt.